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Solardach installieren: Aus Sonnenlicht wird sauberer Strom

Solardach installieren: Aus Sonnenlicht wird sauberer Strom

Senken Sie Ihre Stromkosten mit erneuerbarer Elektroenergie aus dem eigenen Solar-Kraftwerk auf dem Dach.

Ein Solardach verspricht Vorteile für die Umwelt und die Haushaltskasse. Auf sonst ungenutzter Dachfläche wandelt eine Photovoltaikanlage kostenlose Sonnenenergie in elektrischen Strom um. Doch damit eine Solaranlage profitabel läuft und den Strombedarf deckt, muss einiges beachtet werden. Dazu gehört die Wahl des richtigen Standortes genauso wie die perfekte Planung und die fachgerechte Montage.

In der Vorbereitungsphase ist zu klären:

  • Eignet sich das Dach überhaupt für eine Photovoltaikanlage?
  • Muss eine Baubewilligung eingeholt werden oder reicht eine Meldung bei der Behörde?
  • Steht das Vorhaben in Einklang mit den lokalen Bauvorschriften und eventuell mit den Vorgaben des Denkmalschutzes?

Welches Dach eignet sich als Standort für Solaranlagen?

Photovoltaikanlagen sind auf Sonnenlicht angewiesen. Aus diesem Grund sind Dachflächen in Südlage ideal, je nach Region und Lage des Objektes können auch Südost- und Südwest-Lagen in Frage kommen. Natürlich nur, wenn keine höheren Gebäude oder Bäume viel Schatten auf die Solarmodule werfen.

Am wirtschaftlichsten läuft die Anlage, wenn das Sonnenlicht im rechten Winkel auf die Solarzellen trifft. Deshalb liegt die ideale Dachneigung zwischen 25° und 60°. Auf Flachdächern werden die Solarmodule in Gestellen montiert und im bestmöglichen Winkel ausgerichtet. Spitzdach oder Flachdach ist also kein Kriterium, im konkreten Fall ist der bauliche Zustand des Daches entscheidend. Wichtig ist, dass der Dachstuhl das zusätzliche Gewicht der Module trägt und dass die Anlage bei Reparaturen zur Wartung zugänglich ist.

Wie setzt sich eine Solaranlage zusammen?

Eine netzgekoppelte Solaranlage besteht aus mehreren Komponenten, das sind hauptsächlich:

  • Solarmodule, die zu einem Solargenerator zusammengeschaltet werden und Sonnenlicht in elektrischen Gleichstrom umwandeln.
  • Wechselrichter, der aus dem Gleichstrom Wechselstrom macht, damit der Netzanschluss möglich ist.
  • Ertragszähler, der die Menge des erzeugten elektrischen Stroms misst.
  • Allgemeiner Zähler, der die Elektroenergie misst, die mit dem Stromnetz ausgetauscht wird.

Optional kann ein Batteriespeicher angeschlossen werden. Damit lässt sich nicht verbrauchte Energie speichern und später abrufen.

Kleine Inselsysteme zum Beispiel fürs Gartenhaus setzen sich in der Regel aus dem Solargenerator, dem Laderegler und einem Akkumulator zusammen.

Auf welchen Immobilien ist ein Solardach möglich?

Egal ob Wohnhaus, Gartenhäuschen oder Betriebsgebäude, grundsätzlich können fast alle Immobilien mit einem Solardach ausgerüstet werden. Selbst auf Carports und Terrassendächern lassen sich Solaranlagen installieren. Mit einer Photovoltaikanlage kann zum Beispiel auf den Dächern von Schulen, Handwerksbetrieben, Mehrfamilienhäusern und vielen anderen Gebäuden Sonnenstrom erzeugt werden. Sinkende Stromausgaben sprechen dafür.

Planung eines Solardachs

Bei der Planung eines Solardachs müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören die Eigenheiten des Gebäudes, der Energiebedarf des Hauses und die Bedürfnisse des Betreibers. Denken Sie deshalb nicht nur an den jetzigen Bedarf, sondern auch an Zukunftspläne. Vielleicht wollen Sie später mit Strom Heizen und Wasser erwärmen oder die Batterie eines Elektroautos aufladen?

Der Planer rechnet Ihre Wünsche in die erforderliche Größe und Leistungsfähigkeit des Solargenerators um. Ob und mit wie viel Modulen sich die Vorstellung realisieren lässt, hängt maßgeblich von der Ausrichtung des Daches und der verfügbaren Dachfläche ab. Faktoren wie die geografisch bedingte durchschnittliche Sonnenscheindauer, die Menge des diffusen Lichtes (globale Strahlung) und die Beschattung beeinflussen den Stromertrag ebenfalls.

Neben der Dachneigung und der Ausrichtung zur Himmelsrichtung ist auch die Beschattung durch nahe und ferne Objekte zu berücksichtigen. Während Neigungswinkel und Dachlage gleichbleiben, ändern sich Sonnenstand und damit der Einfallswinkel des Sonnenlichts übers Jahr. Diese Abweichungen lassen sich auf Flachdächern durch Nachführungssysteme ausgleichen.

Ist das Dach groß genug?

Als Richtwert gilt: Für eine Nennleistung von 1 kWp sind etwa 8 – 10 m² Dachfläche nötig. Um den durchschnittlichen Eigenbedarf eines Einfamilienhauses von etwa 3 kWp zu decken, müssen also 50 m² mit Solarmodulen bebaut werden. Dabei ist auf Mindestabstand zwischen den einzelnen Modulen sowie zum Dachrand und eventuellen Gauben, Schornsteinen und Fenstern zu achten.

Montage der Solarmodule

Montagesysteme erleichtern die fachgerechte Montage der Solarmodule auf dem Dach. Auf dem Flachdach werden die Module aufgeständert, also auf einem schrägen Gestell montiert, das auf dem Dach fixiert wird. Für die Aufdach-Montage auf einem Schrägdach sind Systeme aus Dachhaken und Befestigungsschienen üblich. Die Dachhaken werden im Dachsparren verankert und nehmen die Schienen auf. Mittels Klemmhaken oder Schrauben werden dann die Module an den Schienen befestigt. Bei der Inndach-Montage werden die Module direkt als Dachhaut in das Schrägdach integriert. Diese Methode empfiehlt sich vor allem bei Neubauten oder einer Dachsanierung.

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